17.10.2006

Superlative

Unsere Mensa lässt sich dankenswerter Weise immer neue, innovative Aktionen einfallen, um den gewöhnlichen Studenten und Mitarbeiter zu den Töpfen, Tellern und Tabletts zu locken.

Die jüngste dieser Aktionen lautet "Beliebtestes Essen", wie kürzlich in "Mensa aktuell" zu lesen war.


Als Anregung hätte ich da wieder ein paar zusätzliche Kategorievorschläge:
  • Meist gehasstestes Nudelgericht
  • Am stärksten heißester Eintopf
  • Meist gewürztete Soße
  • Gericht mit dem am teuersten kosteten Preis
Vielleicht wird ja das ein oder andere demnächst umgesetzt? Warten wir es ab.

13.07.2006

Ciao, Marco!

Und natürlich Herzlichen Glückwunsch!

Wieder leert sich unsere Etage ein Stückchen, es verlässt uns - ich will nicht sagen das Herz - aber immerhin doch ein bedeutendes Humorzentrum. Verlässt uns - und sieht sicherlich einer steilen Karriere entgegen.

Doch wollen wir einen kleinen Moment innehalten und einen kurzen Blick riskieren, was sich hinter der Fassade des erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlers verbirgt und am Ende sogar sein Geheimnis lüften.

Zunächst muss man feststellen, dass Marco ein klarer Nachtmensch ist. Kurz nach dem Aufstehen ist seine Konzentration bei Null. Sie steigert sich im Laufe des Tages aber stetig und erreicht kurz vor dem Schlafengehen ihr Maximum.

Abbildung 1 zeigt den Verlauf der Konzentrationskurven an 16 zufällig ausgewählten Tagen.


Abb. 1: Marcos Konzentrationsverlauf

Wie man leicht sieht, ist Marco zumindest in diesem Aspekt ein sehr konstanter Mensch.
Betrachten wir als nächstes ein vereinfachtes Doktorandenmodell (Abb. 2).



Abb. 2: Das vereinfachte Doktorandenmodell


Der typische Doktorand besteht aus Input Layer, Hidden Layer und Output Layer. Typische Inputs sind, wie dargestellt, Brainstorming-Sitzungen (BS), Mensaessen (ME) und dumme Ideen (dI). Bei Marco fallen vor allem zwei Besonderheiten auf. Zum einen ist bei ihm die Hidden Layer besonders groß. Alle, die ihn etwas besser kennen, wird das nicht weiter wundern.

Zweitens sind bei ihm aber auch die Verknüpfungen hochgradig komplex. Da kann man sich leicht vorstellen, dass schon der kleinste Fehler zu merkwürdigen Outputs führen kann (Abb. 3).

Abb. 3: Fehlerhafter Output


Auch wenn es Phasen gibt, in denen sich diese Fehler häufen, überwiegt anscheinend doch der vernünftige Output, wie man an der resultierenden Doktorarbeit sieht.

Doch wollen wir zum Schluss wie versprochen einen Blick auf sein wahres Geheimnis werfen, und man muss leider zugeben, dass das schon ein kleiner Skandal ist. Aus gut informierten Kreisen wurden uns geheime Aufnahmen zugespielt, die belegen, dass große Teile seiner Arbeit gar nicht aus seiner eigenen Feder stammen, sondern ihm zugeflüstert wurden. Doch sehen Sie selbst (Abb. 4).

Abb. 4: Enthüllt - Der geheime Flüsterer!

Lassen wir das am Ende so stehen und wünschen wir Marco und seinen imaginären Freunden viel Glück für die Zukunft!

P.S.: Den richtigen Soundtrack (mp3) kann man sich natürlich auch runterladen.

30.06.2006

Deutschland schlägt Argentinien...

Es gibt Momente, in denen man vorübergehend an die Existenz von Paralleluniversen glaubt. Da schaut man kurz nach dem Abpfiff des Viertelfinalspiels auf die WM-Seiten der ARD und muss dort von einer Niederlage der deutschen Mannschaft lesen.


Aber ein paar Minuten später, die gleiche Seite, und das Raum-Zeit-Kontinuum ist wieder im Lot.

03.05.2006

Böse Rettungskräfte

Zuerst explodiert das Haus und dann wird man auch noch von den Rettungskräften schwer verletzt. Da kann man froh sein, wenn einen hinterher trotzdem jemand lebend aus den Trümmern birgt.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 03.05.2006

Gut zu wissen!

Die Gleichstellung schreitet mit großen Schritten voran. Und das ist sicher auch gut so. Der Girls' Day war ein voller Erfolg, Frauen verlieren immer mehr die Scheu vor Naturwissenschaft und Technik. (Was nicht zuletzt für die männlichen Ingenieure und Naturwissenschaftler gut ist, mussten sie sich doch früher durch nahezu frauenfreie Vorlesungen quälen. Aber das ist ein anderes Thema.)

Da wird es Zeit, dass mal jemand den Trend aufgreift und breite Bevölkerungsschichten anspricht. Dass jemand die jungen Frauen unseres Landes aufklärt und heranführt an die existenziellen Fragen des täglichen Lebens. Und seien wir Männer ehrlich: Wir sollten "Brigitte Young Miss" dankbar sein. Für was mussten wir nicht früher alles herhalten. Das wird jetzt endlich anders, es gibt keine Ausreden mehr. Es gibt die ultimative Anleitung. Danke!



(Quelle: Brigitte Young Miss 02/2006)


Ich hätte da noch einige Vorschläge für die kommenden Ausgaben:


  • Wie öffnet man eine Mineralwasserflasche?

  • Wie parkt man rückwärts ein?

  • Wie kommt man alleine zur Toilette?

  • Wie liest man einen Stadtplan?

  • Wie findet man sein Portemonnaie in der Handtasche?
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese Themen nicht schon längst behandelt wurden...

24.03.2006

Maikäfer

Es ist ja nicht verwerflich, bei den ersten Sonnenstrahlen über wärmere Temperaturen nachzudenken. Der Mai ist sicherlich auch schneller gekommen, als so mancher "Frühlingserwachen" buchstabieren kann. Also dachten sich die Verantwortlichen bei Plus, wir gesellen zu unseren kleinen Preisen einfach noch ein paar lustige Käfer. Und weil bald Mai ist, nennen wir sie doch einfach Maikäfer. Maikäfer? Das waren doch die kleinen, roten mit den schwarzen Punkten, oder? Worauf zwei Drittel der Käfer vor Schreck gelb und grün wurden.

Was wohl in der Kalbsleberwurst drin ist? Zumindest keine Kalbsleber. Na dann...

14.03.2006

Kollege des Monats - Christian S.

Es ist an der Zeit, der Rubrik "Kollege des Monats" einen weiteren Eintrag hinzuzufügen.


Name: Christian S.

Alter:
Nicht erkennbar

Offizielle Position: Demnächst Doktorand

Besondere Kennzeichen: Aus Platzgründen nicht aufzählbar






Begründung der Jury:


Christian zeichnet sich durch sehr viele positive Eigenschaften aus. Sagen wir viele. Also einige werden es zumindest sein. Nun ja, wir kommen ziemlich genau auf vier.

Organisationstalent: Christians Organisationstalent ist berühmt. Er hat seine Methode soweit perfektioniert, dass er nur noch vor zwei Monitoren arbeitet, die er vollkommen auf die Funktionen der linken und rechten Gehirnhälften abgestimmt hat. Auf der einen Seite arbeitet er rational, logisch und analytisch. Das entspricht dem Erstellen von Teilen der Diplomarbeit (Material und Methoden, Ergebnisse), dem Auswerten von MS-Spektren und dem Besiedeln unbekannter Teile der Galaxie in aufwändigen Strategie-Simulationen. Die andere Seite ist die kreative, bildhafte und intuitive. Hier findet man weitere Teile der Diplomarbeit (Einleitung, Diskussion), ästhetische Bildelemente und manchmal auch volleyballspielende Schafe.

Unkompliziertheit: Kennt man Christian eine Weile, hat man das Gefühl, es mit dem Erfinder der Unkompliziertheit, Toleranz und Abhärtung zu tun zu haben. Ganz selten nur mäkelt er zum Beispiel am Essen herum und macht die Panade vom Fleisch ab, operiert kleinste Knorpelstücke heraus, lässt das Gemüse liegen, weil es zu weich ist, lehnt den Fisch ab, weil er zu fischig schmeckt, lässt das Gemüse liegen, weil es zu hart ist oder verweist allgemein auf seinen empfindlichen Magen. Aber er hat Glück, da er vermutlich die einzige Frau auf der Welt gefunden hat, die außer seiner Mutter in der Lage ist, für ihn genießbare Mahlzeiten zuzubereiten.

Fairness: Christian ist ein Spieler. Ein sehr fairer Spieler. Er käme daher nie auf die Idee, Regeln in Frage zu stellen, durch lautes Daherplappern seine Mitspieler abzulenken, Spielrunden abzubrechen, bei denen es gerade nicht so gut für ihn läuft mit dem Hinweis, es habe sich ja um eine Proberunde gehandelt oder seinen bereits am Boden liegenden Badmintonpartner gegen den Kopf zu schlagen.

Naturverbundenheit: Seine Naturverbundenheit zeichnet Christian besonders aus. Das zeigt sich außer dem Ablehnen von in der Mensa qualvoll zubereiteten Fleischgerichten in seinem innigen Verhältnis zur heimischen Fauna. Wir sehen ihn hier zusammen mit einem Jagdkollegen vor einem prächtigen Zwölfender, der ihnen nach dem Genuss einiger Gläser Hopfenkaltschale vor die Flinte geriet. Dass es sich dabei nicht um einen echten Hirsch handelte, wird von ihm bis heute vehement bestritten.


Die Trophäe

Wir gratulieren Christian herzlich und wünschen ihm viel Erfolg für die bald anstehende Verteidigung und genügend Frustrationstoleranz für das folgende harte Forscherleben.

Schrödingers Dönerbude

Bei uns um die Ecke gibt es einen Dönerladen. Das ist natürlich praktisch, wenn der Mensaplan einmal nicht das hergibt, was man sich erhofft. Das heißt, sofern man sich überhaupt etwas erhofft. Oder wenn man am Abend dieses leichte Hungergefühl verspürt.

Was man erst auf den zweiten Blick merkt: Dieser Dönerladen birgt ein Paradoxon, gegen das Schrödingers Katze nicht ankommt. Während letztere auf einem relativ konstruiert wirkenden Gedankenexperiment aufbaut, wird hier die Ambivalenz sofort greifbar.

Dieser Laden ist Freitags zwischen 17 und 22 Uhr sowohl geöffnet als auch geschlossen! Erste Auswirkungen auf das lokale Raum-Zeit-Kontinuum wurden bereits festgestellt.


Schrödingers Dönerbude

13.03.2006

Sau(rier)stark

Manche Leute scheinen eine seltsame Fantasie zu haben. Wäre ich Produzent für Gummibärchen und und andere Gummitiere, würde ich vielleicht einen etwas weniger verfänglichen Kopf für den Dinosaurier kreieren. Oder handelt es sich doch um etwas anderes? Um einen erregten Schlumpf vielleicht? Zwergenaufstand? Nein, es ist wirklich ganz harmloses Naschzeug. Und nicht erst ab 18.


Hmm, ausgestorben lecker!

12.03.2006

Wieder online!

Nachdem es in der alten Blog-Software leider eine Schwachstelle gab, die sich auch gleich jemand zunutze gemacht hatte, wurde jetzt alles sicher(er) konfiguriert. Mit dem Resultat, dass die alte Software nicht mehr ohne Änderungen eingesetzt werden konnte.

Also nun der Umstieg zu Blogger.com, ob vorübergehend oder permanent wird sich rausstellen.

Jedenfalls geht es hier jetzt endlich weiter wie gewohnt. Nach der langen Abstinenz befinden sich auch schon so einige Ideen in der Warteschlange.

Mein altes Blog zu übernehmen habe ich mir gespart, es ist aber weiterhin unter dieser Adresse sowie über einen Eintrag in der Link-Rubrik erreichbar.

Viel Spaß auch 2006
CM

Update (April 2009): Die alten Blog-Einträge sind eingearbeitet und auch über die Kategorieauswahl erreichbar.